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Karibu Mekaela Ratinga Primary School als fünfte Schule im Kreise der Mekaela Academies. Am 11.10.2014 fand die Eröffnungsfeier in den frisch renovierten Räumen der “alten” Schule statt. Die Schule liegt nur etwa 1 km von der Likunda Primary School entfernt.

Die Flagge der Stadt Ratingen weht neben der mit Amina. Ratingen ist nicht nur Namensgeberin der Schule, sondern unterstützt uns auch mit Spenden. Schließlich sind die Gründerfamilien Hinssen und Jacobs uralte Ratinger.

Einhundert Schüler hat die Ratinga. Das Projekt wurde einst (unter einem anderen Namen) mit Unterstützung der Hinssens und Jacobs initiiert, konnte aber die Erwartungen der Gründer nie richtig erfüllen. Die beiden Ratinger Familien, die seit vielen Jahren Paten bei Watoto sind, holten schließlich Mekaela Academies ins Boot. Oder genauer gesagt, legten uns die Schule in den Schoß.

Die Ratinga spielt eine wesentliche Rolle in unserem 2013 beschlossenen Konzept, die Mekaela Academies auch für gering verdienende Kenianer erschwinglich zu machen. Die Schulgebühren liegen fast zwei Drittel niedriger als an unseren anderen Schulen. Dafür müssen natürlich hier und dort Zugeständnisse an Qualität und Quantität gemacht werden.

Das ist Lewis, acht Jahre alt und der “President” der Ratinga bei seiner Antrittsrede. Die Geste hat sich der kleine Frechdachs bestimmt bei Mutti Merkel abgeguckt. Er hält aber bessere Reden, und sogar auf Englisch!

Anfangs waren die Kinder und ihre Eltern etwas befremdet über den kooperativen und transparenten Stil, den Mekaela Academies eingeführt hat, aber inzwischen sind alle begeistert. Sie empfinden die Ratinga als “ihre” Schule, denn sie werden in die Entwicklung und Gestaltung der Schule einbezogen.

Die Errichtung einer kompletten Schule ist finanziell ein Riesenaufwand und ohne Unterstützung von Dritten kaum zu schaffen. Zum Glück sind die Gründer gut vernetzt und überzeugend, und so hat die Blumberg-Stiftung aus Ratingen z.B. den neuen “Blumberg Wing” mit zunächst zwei neuen Klassenräumen finanziert. Wie man sieht ist der Blumberg Wing noch im Bau, sollte aber in wenigen Monaten fertig gestellt sein.

Die Hinssens und Jacobs mischen ihr Umfeld in Deutschland kräftig auf, denn wir stehen noch ziemlich am Anfang und es gilt, noch möglichst viele Freiwillige zum Spenden zu zwingen.

Von wegen in einigen Monaten. Wenige Wochen später wurde der Blumberg Wing fertig. Es soll nicht das letzte neue Gebäude gewesen sein, wir haben noch ehrgeizige Pläne für die Ratinga.

Die Eltern der Kinder müssen die Schuluniformen für etwa 10 Euro kaufen. Wären sie “for free”, würden sie wahrscheinlich kein Jahr halten. Ansonsten versuchen wir aber, die Eltern von zusätzlichen Kosten frei zu halten. Wenn es geht, stellen wir der Ratinga gebrauchte Bücher von den anderen Schulen zur Verfügung. Mittags kommt der Lunch aus der LPS, und Lehrer von dort unterrichten an der Ratinga ohne zusätzliches Gehalt.

Allerdings ist wegen der niedrigen Gebühren auch die medizinische Grundversorgung MMMS nicht enthalten. Das ist offenbar nicht so schlimm, denn hier versorgen zwei Mädels aus der ersten Klasse einen kleinen Kratzer einfach selbst.

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