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Die Likunda Primary School (LPS) ist ein Internat mit Grundschule für die 1. bis zur 8. Klasse. Der Kindergarten befindet sich auf einem abgegrenzten Teil des über 3 Hektar großen Grundstückes. Anfang 2001 wurde die L.P.S. eröffnet, die Bauarbeiten für den Internatsbereich und weitere Klassen wurden 2003 bzw. 2008 abgeschlossen. Die Schule hat Kapazitäten für 550 Schüler, die Hälfte davon kann im Internat untergebracht werden. Dank des großen Grundstücks ist noch Platz für Erweiterungen vorhanden.

Die Schüler der LPS tragen grüne Uniformen, die Internatsschüler tragen in der Freizeit zusätzlich noch blaue Freizeituniformen.

Kinder der Likunda Primary Schule

Anfangs wurde die Likunda Primary School hauptsächlich von der Firma Logitech finanziert. Im Jahr 2000 hatte Logitech bereits ein komplettes Gebäude für die Manuel Alexander School gestiftet, danach wollten die Mitarbeiter gleich eine ganzes Internat auf die Beine stellen (klar, was auch sonst?).

In der ersten Phase wurden die beiden Schulgebäude gebaut. Später folgten dann die Versammlungshalle und die Schlafsäle. Nach weniger als zwei Jahren war das Internet dann fertig (bis auf den Kindergarten, der wurde erst Ende 2005 fertig gestellt, wurde dafür aber ein Prachtbau).

Das erste Schulgebäude wurde im Februar 2001 nach nur zwei Monaten Bauzeit fertig gestellt. In dem Gebäude sind vier Klassenräume sowie die gesamte Verwaltung untergebracht. Die Wasserversorgung ist durch einen eigenen Brunnen auf dem Grundstück gewährleistet, Strom wird durch Kenya Power geliefert.

LPS erste Gebäude 2006

Seit Ende 2001 ist auch das zweite Gebäude in Benutzung. Erst 2004 konnten alle Klassenräume der LPS genutzt werden, einschließlich einer voll ausgestatteten Computerklasse, die der Schule ein Jahr später gestiftet wurde.

Das Photo wurde vom Wasserturm aus aufgenommen. Man muss soweit zurückgehen, sonst bekommt man ohne Weitwinkelobjektiv das riesige Gebäude nicht ins Bild.

LPS zweite Gebäude

Diesem wunderbaren Baobab-Baum zuliebe wurden extra die Baupläne geändert. Der große Eß- und Versammlungssaal wurde (aus dieser Ansicht) weit rechts von dem Baum errichtet, und das zweite Schulgebäude mußte sich quasi eng an den großen Baum schmiegen. Zum Ausgleich dafür muß Mr. Baobab jetzt einen gelben Mülleimer tragen – aber nicht nach unten, er ist nicht verheiratet.

Weniger als zwei Jahre nach Baubeginn hatten wir unsere Ziele (vorerst) erreicht. Die Versammlungshalle und das Internat (links hinter der Halle sind die Dächer der Schlafsäle zu sehen) wurden der Schule übergeben. Obwohl noch sehr viel zu tun blieb, hatten wir unsere Versprechungen erst einmal erfüllt.

Zum Zeitpunkt der offiziellen Eröffnung des Internatsbereiches im Februar 2003 lebten schon etwa 70 Kinder im Internat.

Speisesaal

Die Schlafsäle der Jungen und der Mädchen im März 2006. In jeden der beiden Säle passen etwa 100 Kinder. Der Standard der Schlafsäle ist sehr hoch, jedenfalls für kenianische Verhältnisse, so daß die Kinder die richtige Umgebung vorfinden, sich auf das Lernen und das Spielen zu konzentrieren.

Rund dreißig Mitarbeiter arbeiten im Internatsbereich: Köche, Krankenschwestern, Hausdamen, Sicherheitsleute und Aufsichtspersonal.

LPS Schlafsäle

Später Nachmittag an der LPS. Die Tageschüler werden mit den Schulbussen nach Hause gefahren. Bis zu 30 km weit liegen die Wohnort der Schüler von der LPS entfernt, sie könnten die Schule niemals per Fahrrad, geschweige denn zu Fuß erreichen.

Was so ein Bus in wenigen Minuten an Kindern aufnehmen kann ist sensationell. Bei “Wetten das” würde man damit locker jede Saalwette gewinnen.

LPS Schulbus vor der Abfahrt

In Vergleich zur Manuel Alexander School wirkt bei der Likunda Primary alles etwas größer und schöner, auch der Sportplatz. Entscheidend ist aber die Qualität, und da findet unter den Schulen der Mekaela Academies ein gesunder Wettbewerb statt.

Die Schulen haben jedenfalls die Herausforderung angenommen und wetteifern nun, wer die besten Leistungen erbringt im schulischen, im sportlichen oder auch im künstlerischen Bereich. Das greift auch auf das Personal über, das sich bei den regelmäßigen Fußballturnieren wahrlich nichts schenkt. Verrückte sind das, alle zusammen!

Sporttag an der LPS

Ende 2005 platzt die LPS aus allen Nähten, neue Klassenräume müssen her. Der Kindergarten soll ausgegliedert werden, um Klassenräume verfügbar zu machen.

Dies ist Michaels Entwurf, quasi auf einer Serviette im Restaurant des Baobab Hotels gezeichnet. Das Design vereint afrikanische und europäische Stilelemente und ist den Bedingungen der kenianischen Südküste angepaßt. Das Dach ist aus Makuti und senkt die Temperaturen in der Mittagshitze, der Fußboden liegt rund einen Meter über dem Boden, damit in der Regenzeit kein Wasser eindringt.

Bis zu 120 Kinder der Baby- und der Kindergartenklassen haben in diesem Gebäude Platz.

Zeichnung der Kindergarten

Der neue Kindergarten wurde Anfang 2006 fertig. Obwohl er weniger als 70.000 Euro gekostet hat (die zum größten Teil von Simone und Gerd Blanke aufgebracht wurden), ist er Dank Michaels Künsten ein Prachtbau geworden

Beim Entwurf und der Konstruktion wurden neue Wege beschritten, durch die Baukosten für unser Projekt in Zukunft deutlich gesenkt werden können. Es war die richtige Entscheidung, mit Jackim Ochieng einen kenianischen Architekten an Bord zu holen, der die Bauprojekte laufend überwacht. Nicht nur Neubauten werden professionell geführt, sondern auch die alten Einrichtung ständig auf Reparaturbedürftigkeit überprüft. Der Standard der Mekaela Academies ist dadurch erheblich verbessert worden.

Der neue Kindergarten 2007

Ein Jahr nach der Eröffnung ist der neue Kindergarten bereits voll ausgelastet. Nachdem die Eltern sich von der Qualität des Gebäudes und seiner Einrichtungen überzeugt hatten, konnten wir uns vor Anmeldungen nicht retten. Die LPS ist wegen ihrer relativen Nähe zu Ukunda auch ideal für die zahlreichen dort lebenden Familien.

Kinder der LPS KG

Irgendwann reichte auch der Platz nicht mehr, den wir durch den neuen Kindergarten gewonnen hatten. Der erste Platz bei den KCPE Prüfungen in 2006 hatte für einen Ansturm von Bewerbungen für einen Platz an der Schule ausgelöst, so daß wir uns Anfang 2007 dazu entschlossen, die LPS mit einem zweiten Zug (d.h. es gibt die Klassen 4 A und 4 B, usw.) auszustatten.

Dafür wurde auf den Gebäuden ein zweiter Stock mit 4 bis 6 Klassenzimmern aufgesetzt. Die Kapazität der LPS erhöhte sich so um rund 100 Plätze.

Zweiter Stock der LPS

Er ist nicht das Wappentier der LPS, könnte es aber schon wegen seiner prächtigen Farben sein: Der Pfau der LPS. Das Tier kam im Rahmen einer Studie an die LPS und wurde dort gelassen (Danke!). Das Türkis seiner Federn passt perfekt zur den Farben der Schuluniformen.

Wahrscheinlich laufen deswegen so viele Hühner auf dem Gelände der MAS herum.

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