Die Manuel Alexander School
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Die beiden kleinen Mädchen aus dem Kindergarten tragen die typische orangefarbene Schuluniform der MAS mit aufgenähtem Amina-Logo. |
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Hilfe auf Gegenseitigkeit: Ahmed
ist ein Maler, der seine Kinder durch Patenschaften an der Schule
unterbringen konnte. Dafür führte er unentgeltlich alle möglichen
Malerarbeiten an der Schule durch, lediglich die Farbe wurde ihm zur
Verfügung gestellt. Au
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Die Fenster werden nur durch
Eisenstreben gesichert, gegen Regen schützt das überhängende Dach. Die
Schultafel besteht aus Beton, der sauber verputzt und mit schwarzer Farbe
bemalt wurde – sicher vor Ungeziefer und vor Dieben
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Wie jede Schule der Mekaela
Academies verfügt auch die MAS über einen eigenen Brunnen für die
Wasserversorgung. Die Brunnen müssen zwischen 30 und 40 Meter tief aus dem
harten Korallenfelsen herausgehauen werden, mit der Hand, versteht sich.
Zwei Arbeiter graben sich 4 bis 6 Wochen lang bis zum Grundwasser und
erhalten als Lohn dafür rund 15 Euro pro Meter. Das Grundwasser in der Umgebung wird vom Mount Kilimanjaro gespeist und ist so sauber, daß es sogar als Trinkwasser geeignet ist (jedenfalls, wenn man nicht zu empfindlich ist). |
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In Kenia müssen Schulen die
Nationalflagge an einem Fahnenmast führen, theoretisch. Auch wenn in Kenia nicht immer
alle Regeln befolgt werden - die Mekaela Academies sind Privatschulen, noch dazu
von Deutschen gegründet. Jeder Schulinspektor würde nur zu gern die Gelegenheit
ergreifen, sagen wir mal, neue Verdienstquellen zu erschließen. Wer will ihm das
verdenken, bei den kargen Beamtengehältern. Also haben auch wir Fahnenmasten aufgestellt (ich weiß, der hier ist von der LPS). Die Pfadfinder, die übrigens häufig ein Mädchen als Anführerin haben, hissen morgens die Flagge und holen sie abends wieder ein. Diese Pflicht wird mit großer Ernsthaftigkeit erledigt. Schließlich gibt es in Kenia sogar ein Gesetz, nach dem man stehen bleiben muss, wenn man einer Flaggenprozedur ansichtig wird. |
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Die 1. Klasse im Jahre 1996, kurz nach
der Schuleröffnung. Die Wände sind noch leer, aber schon wenige Wochen später
hängen Bilder, Lehrmaterial und die Klassenliste an den Wänden. Leider waren am Jahresende auch 4
Pulte und 6 Stühle kaputt getobt - Kinder sind nun einmal überall auf der Welt
gleich! Bemerkenswert ist, dass die Kinder gebannt dem Unterricht folgen, obwohl Frank direkt vor ihrer Nase ein Foto nach dem anderen macht. Bedauerlich, aber wahr: Das kleine indische Mädchen in der ersten Reihe wurde Anfang 1997 von ihrem Großvater von der Schule genommen, obwohl es ein Stipendium hatte. Die Begründung des alten Mannes: "Mädchen müssen nichts lernen." Andere Länder... |
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Eine Kindergartenklasse im Betrieb.
Links
neben der Tafel der gemauerte Klassenschrank – für die Haltbarkeit und gegen Diebe.
In den ersten Jahren saßen alle Schüler auf Schulmöbeln mit Standardmaß,
so daß manche der kleinen Kinder ihre Nasen kaum über den Rand der Pulte bekamen.
Einige Gäste des ehemaligen Robinson Club Baobab legten dann 1997 zusammen
und sorgten dafür, daß auch die Kleinsten "artgerecht" sitzen konnten.
Das waren die Urgroßväter der heutigen Stühle, inzwischen dürfte das hier schon die 4. oder 5. Generation sein.
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1997 wurde mit dem Bau des zweiten
Schulgebäudes begonnen, für die Fertigstellung brauchten wir wegen
chronischem Geldmangels fast 2 Jahre. Das Gebäude hat einen T-förmige
Grundriß, mit sechs Klassenzimmern für
rund 150 weitere Schüler. Das Gebäude wird seit 1998 genutzt und beherbergt
die Klassen 5 bis 8 sowie die Fikentscher-Bibliothek, den ehemaligen Nemetschek
Workshop (heute: die Computerklasse) und eine kleine Kantine für die
Essensausgabe. An der Wand eine so genannte "Talking-Wall", die das Lernen des Alphabets fördert, ebenfalls von Ahmed gemalt. |
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Das T-Gebäude von der anderen
Seite aus gesehen. Die Verschachtelung der Dächer rührt daher, dass das
Gebäude über die Jahre hinweg erweitert wurde, und der Boden dort
ziemlich abschüssig ist. Das Gefälle wurde einfach mit ein paar Stufen, die
aus irgend einem uns nicht bekannten Grund in Kenia offenbar niemals
symmetrisch sein dürfen, überbrückt. Auf dieser Seite befinden sich der große Sportplatz, der Volleyball- und der Basketballplatz sowie die Casuarina-Baumschonung. |
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Uschi aus Mainz hatte 1998 keine
Mühen gescheut, um die Einrichtung des Sportplatzes zu betreuen. Zwei
Regenzeiten später war der Platz dann auch recht ordentlich geworden. Dort
findet der Sportunterricht statt, und die Schulmannschaft der MAS bestreitet
Wettkämpfe gegen andere Schulen, meistens im Fußball.
Natürlich ist auch ein Sportplatz für Privatschulen vorgeschrieben, aber er ist auch sehr sinnvoll, denn die Schüler haben eine unglaubliche Freude an jeder Art von Bewegung. |
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Ein Foto für diejenigen, die schon vor Ort waren und die Schule evtl. noch von früher kennen. Diese Aufnahme ist 1999 am späten Nachmittag entstanden, von den Stufen des T-Gebäudes aus. Die Kinder werden gerade abgeholt. Sehr schön zu sehen, wie die Bäume und Büsche gewachsen sind, die Anlage ist in den Jahren seit dem wirklich prächtig geworden. Und, bitte sehr, auch die MAS hat einen Fahnenmast. |
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Seit 1999 hat die Schule eine wunderbare
Einfahrt mit zwei weißen Obelisken, die anfangs noch in mühevoller Handarbeit
mit kleinen Bruchstücken von
Korallenfelsen besetzt worden waren. Dieses sehr hübsche Design überlebte leider nur
ein paar Regenzeiten. Hinter dem Schulschild auf dem Wärterhaus ist das Dach der ehemaligen Kantine zu sehen. Sie wurde umgebaut und dient nun einer Familie als Haus. (Bis 2004 sogar zwei Familien, aber die Zeiten sind zum Glück besser geworden.) |
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Wie es das kenianische Schulgesetz
vorsah, wurde im Sommer 1999 einen Workshop eingerichtet. Das
Geld für den Bau und die Geräte wurde von der Nemetschek AG gestiftet.
Seit 2002 ist ein Workshop nicht mehr vorgeschrieben, der Raum wurde daher
in eine Computerklasse umgewandelt. Es wurde eine Decke eingezogen und
Fenster anstatt der Stahlstreben eingebaut, damit eine Klimaanlage
installiert werden konnte (wir denken schließlich mit). Wirklich kühl wird es in dem Raum bis heute nicht, und wäre ich ein PC, würde ich nach wenigen Wochen den Geist aufgeben, aber die Geräte hielten 2007 schon im sechsten Jahr. |
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Die neue Computerklasse wurde
Dank einer großzügigen Spende mit einer riesigen Arbeitsfläche,
10 neuen PC und einem Netzwerk
ausgestattet. Eine Lehrkraft unterrichtet Kinder und Lehrer in den
gängigsten Anwendungen, und auch unsere Praktikanten müssen häufig hier
Dienst tun, denn uns fehlen einfach ausreichend qualifizierte
Informatiklehrer. Die Computerklasse ist so beliebt, dass sogar am schulfreien Sonnabend freiwilliger Unterricht mit reger Beteiligung abgehalten wird. Internet gibt es für die Schüler dagegen einstweilen nicht, die Verbindungsgebühren wären einfach zu teuer. Wer weiß, wofür das gut ist. |
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Der Lehrkörper im Oktober 1999
(ohne den damaligen stellvertretenden Schulleiter
Simon Mwachia, und Eliah Musili musste ich
aus Platzgründen rechts abschneiden, nur sein Ärmel konnte gerettet werden). Diesen Lehrern ist es zu verdanken, daß die Schule
in kürzester Zeit zur besten Schule des Distrikt von Kwale avancierte. Vorne links sitzt Sarah, eine Volontärin aus dem College von Derek aus Oregon. Sarah bezahlte die Kosten für die Anreise und ihre Unterkunft aus eigener Tasche und arbeitete natürlich ohne Gehalt. Danke, Sarah. |
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Die große Pause gegen Mittag an
der MAS. Der Spielplatz ist in den Pausen hauptsächlich von den Kleinen aus
dem Kindergarten bevölkert, und die sind wirklich gnadenlos, die
schonen beim Spielen weder sich selbst noch
die Schaukeln, Rutschen oder Wippen. Das Spiel- und Sportgerät muss regelmäßig überholt werden, denn neues Gerät ist in Kenia kaum zu bekommen bzw. extrem teurer und steht auf der Wunschliste der Schulleitung immer ganz oben. |
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Von seinem ersten Deutschlandbesuch
in 1999 brachte Mr. Musili
einen Katalog für Spielgerät mit TÜV-Siegel für Kindergärten mit. Die Wipp-Enten
sind Marke Eigenbau aus dem Katalog abgekupfert worden. Dazu wurden zwei
Betonanker in den Felsboden gegossen, darin zwei alte Auto-Spiralfedern
versenkt und mit selbstgezimmerten Enten versehen. Funktioniert prächtig. Bei den Kleinen erfreuen sich die Enten höchster Beliebtheit, sie müssen nur noch lernen, nicht mit 20 Mann gleichzeitig das Gerät zu stürmen. Werden sie natürlich nicht, daher hatten unsere Enten eine Lebenserwartung wie eine Torte auf einem Kindergeburtstag. |
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Im Oktober 1999 lernten wir in
Kenia Andrea und Markus Lange kennen. Markus war damals Geschäftsführer von
Logitech Deutschland und hatte nach einem Besuch der
MAS erklärt, seine Firma würde den Bau des dringend benötigten
dritten Gebäudes finanzieren. Seit April 2000 wird das "Logitech House" getaufte
Gebäude für die Kindergartenklassen und die Verwaltung genutzt. Den Architektenplan hat freundlicherweise der Vater eines Schulmädchens umsonst erstellt. Asantini sana, Markus und Vater! |
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Die wohl die beliebteste Einrichtung der
Schule ist der Pool, der Anfang 2000 dank Gerda Pawils und ihrem Team Anfang
werden konnte. Das Wasser ist zwar nur ca. einen Meter tief, aber es reicht zum Planschen und für
Schwimmunterricht. Erstaunlicherweise können die wenigsten Kinder an der Südküste
(?!??) richtig schwimmen. Im Hintergrund ist das Logitech House zu sehen, es ist wirklich schön geworden. Zur Zeit der Aufnahme war die Farbe der MAS noch Hellblau, inzwischen ist es Orange. (Und hoffentlich bleibt das auch so, sonst muss ich alle paar Jahre den Text wieder ändern). |
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Ein Vierjähriger des
Kindergarten 2 an der Tafel. Schon im Kindergarten lernen die Kleinen
Lesen, Schreiben und sogar Rechnen. Vor der Versetzung in die "richtige" Schule muss erst einmal eine Abschlussprüfung bestanden werden,
sonst wird der Kindergarten wiederholt. Der Vorteil liegt
auf der Hand: alle Kinder haben in der 1. Klasse vergleichbare
Voraussetzungen und dadurch viel bessere Chancen (Komma?) mitzukommen.
Das ist einer der Gründe, warum die Schulen der Mekaela Academies so gute Ergebnisse erzielen. |
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© Watoto e.V. 2008 |



















